Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

27

— In Alles miſchen ſich Deine Sinne.

— Gar nicht mehr, als bei Dir.— Aber wir wollen keine Umwege machen, ſondern gerade auf unſer Thema losgehen. Laß uns dieſe von Dir verachteten, aber doch mit Wohlbehagen gerauchten Cigarren als Ausgangspunkt nehmen.

— Ach! das gibt alſo einen Deiner gewöhn⸗ lichen Scherze,— ſiel Erland ein und zuckte verächt⸗ lich mit den Achſeln.

— Durchaus nicht; ich gedenke in vollem Ernſte zu ſprechen. Glaubſt Du denn nicht, daß auch ich ernſt denken kann, obgleich ich ein heiteres Gemüth habe? Ich will durch das Gleichniß mit den Ci⸗ garren Dir gleich das Gegentheil beweiſen.

Harald ſtreckte ſich im Graſe, that ein paar ge⸗ waltige Züge und fuhr fort:

— Wenn ich rauche, ſo habe ich von der Ci⸗ garre ſelbſt einen Genuß. Die Wirkung, welche der aromatiſche Geruch auf mich macht, iſt eine der tauſend kleinen reizenden Annehmlichkeiten des Le⸗ bens, welche den Werth deſſelben bedeutend erhöhen.

Ich finde darin eine der vielen Anläſſe, die man hat, die Welt, in welcher wir leben, zu preiſen. Du dagegen— rauchſt, ohne an die Cigarre oder daran zu denken, daß ſie ein Product der Erde iſt, welche wir bewohnen; Du überläßt Dich mit Lei⸗ denſchaft der berauſchenden Wirkung derſelben auf Deine Phantaſie und gibſt Dich Beinen Träumen hin. Du vergißt darüber die Wirklichkeit und wiegſt Dich in einen geiſtigen Winterſchlaf ein, während Deine Blicke den Rauchwolken folgen und Du aus