Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Genüſſe und kannſt Dich nicht über dieſelben er⸗ heben. — Du irrſt Dich, mein Bruder! Ich begreife Sr gut Diejenigen, welche ſich den rein idylliſchen drücken hingeben; aber ich meinestheils kann das Ndeal von der Wirklichkeit nicht trennen. Ich be⸗ greife den Schwärmer, aber ich ſchwärme niemals, weil ich mir das Leben nicht ſchöner und vollkomme⸗ ner wünſche, als Gott es eingerichtet hat. Die Träume

des Dichters liegen klar vor mir, aber ich ſelbſt ver⸗

träume nicht ein kurzes und theures Leben.

— Wie wirſt Du im Stande ſein, das zu be⸗ greifen, was Du ſelbſt niemals verſucht haſt?

— Ich begreife es mit meinem Verſtande, ob⸗ gleich mein Gefühl kaum Antheil daran nimmt. So würde ich z. B. es Dir auseinanderſetzen kön⸗ nen, worin der große Unterſchied zwiſchen meinem und Deinem Gemüth beſteht.

— Nein, Harald, das kannſt Du nicht.

— Ich will es beweiſen.

— Laß hören!

— Gleich.

Harald ſah auf ſeine Uhr.

— Gut, wir haben noch eine Stunde bis Mit⸗

tag; eine längere Zeit brauchen wir nicht.

Darauf holte er ein paar Cigarren hervor, reichte dem Bruder eine und zündete ſelbſt die an⸗ dere an, indem er ſagte:

— Du wirſt zugeben, daß es ein großer Genuß iſt, im Freien zu rauchen.

Erland zündete ſeine Cigarre an, während er Harald mit einem faſt mitleidigen Blicke betrachtete.