Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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befand. Er liebte die Natur mit ſeinem ganzen warmen Herzen, und bis jetzt war ſie ſeine einzige Geliebte geweſen.

Während ſeines fröhlichen Geſanges näherte er ſich dem einſamen Träumer am Strande. Als Harald ihn erblickte, rief er:

„Englich finde ich Dich, Du unverbeſſerlicher Einſiedler!“ Er nahm den Hut ab und warf ſich ins Gras.

„Biſt Du es, Harald?“ ſagte dieſer, wie aus einem Traume erwacht.

„Gewiß bin ich es,“ antwortete Harald lachend. „Du wirſt doch nicht, mein lieber Erland, Dich ſo in Deine Miſſionsgeſchichten vertieft haben, daß Du ganz und gar mein Ausſehen vergeſſen, ſeit wir uns das letztemal ſahen, was, wenn ich mich nicht irre,— vor vier Stunden war.— Das ewige Le⸗ ſen, mein Junge, wird Dich zuletzt zu einem Nar⸗ ren machen.“

„Glaubſt Du das?“—

Ein eigenes Lächeln glitt über Erlands Geſicht.

„Ja, Du kannſt deſſen ſicher ſein, daß ich in dieſem meinem Glauben ſtark bin, und darum bin ich jetzt hier, um Dir aus dem gelehrten Kielwaſſer herauszuhelfen, wie Onkel ſich ausdrückt.“

„Das war überflüſſig; ich las nicht, als Du kamſt.“ Erland machte das Buch zu und fügte mit einer eigenen ſeelenvollen Betonung hinzu:

„Ich hatte mich in die Betrachtung dieſes Ge⸗ mäldes vertieft. Sag', Harald, iſt es nicht ſchön?“

„Ja, bei Gott!“ „Wird Deine Bruſt nicht von einem wehmüthi⸗