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und uenen und ſchien es zu fürchten, die Aufmerkſamkeit auf ihre Perſon zu lenken.
Die jüngſte, Calla, war ein ſchlankes etwas dun⸗ kel ausſehendes Mädchen, mit lebhaften, faſt feurigen,
ſchwarzen Augen, blühender Geſichtsfarbe, weißen
Zähnen, ſchwellenden Lippen, ſchwarzem Haare und einer edlen Haltung. Ihren Charakter zu ſchildern, iſt überflüſſig; derſelbe wird ſich bald zeigen. Herr Milner, welcher ſelbſt eine gute Erziehung erhalten, und, als die Honigmonate vorüber waren,
mit einem gewiſſen Schmerz entdeckte, daß ſeine
hübſche Charkotte mit allen ihren guten Eigenſchaf⸗ ten, doch ganz entſetzlich geiſtesarm ſei, beſchloß, als er Vater wurde, ſeinen Kindern eine ſorgfältige Er⸗ ziehung zu geben, damit ſie Gelegenheit bekämen, ihren Verſtand zu cultiviren und nicht einzig und allein Köchinnen zu werden.
Deshalb, als die Mädchen ſo groß wurden, daß ihr Unterricht beginnen ſollte, ſandte er ſie in eine
allgemein berühmte Penſion in der Hauptſtadt, wo
ſie, mit Ausnahme von kurzen Beſuchen in den Wehnachts⸗ und Sommerferien, ſo lange verblieben, bis Eliſe ſiebenzehn und Calla ſechzehn Jahre alt war; wo ſie dann in die Heimath zurückkehrten. Milner war entzückt über ſeine wohlerzogenen Mädchen. Calla's raſche Auffaſſungsgabe und große Lebhaftigkeit hatten bewirkt, daß ſie in allen Zwei⸗ gen des Wiſſens, den ſie gemeinſchaftlich obgelegen, der Schweſter bedeutend voraus war. Sie wurde dadurch ſowohl für den Vater, wie für alle Fremde intereſſanter. Er war ſtolz auf Calla, zufrieden mit


