Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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ſelber unerträglich, und als ſie derſelben nicht Luft machen konnte, ſtürzte ſie hinein zum Vater und rief:

Harald muß ſofort Björnbo verlaſſen, Papa; ich will ihn nicht länger hier ſehen. Er nimmt mir das Leben mit ſeinen gemeinen Worten. Hör' Du, er darf nicht unter demſelben Dach bleiben, wie ich.

Ja ſo; Du kommſt gegen mich heran mit vol⸗ len Segeln, merke ich; aber ich bin, hol' mich der Teufel, nicht bei der Laune, Maſten und Taue vor Dir zu kappen. Was, zu ſiebentauſend Teufeln, Mädchen, haſt Du wieder für eine Takelage, und was, beim Satan, haſt Du mit dem Harald zu thun? Ich habe meiner Seele Luſt

Harald ſofort zu verabſchieden! ſchrie Urda, warf Büchſe und Jagdtaſche weit von ſich und fügte, indem ſie halb weinte, hinzu:

Willſt Du erlauben, daß er Dein eigenes Kind beleidigt und mir ungeſtraſt ins Geſicht lacht?

Hör' mal, Urda, ſagte der Capitain ernſt, faſt ſtreng, und ließ ſeine Seemannsredensarten bei Seite:Daß Du ein thörichtes und närriſches Mäd⸗ chen voll von tollen Einfällen biſt, damit habe ich Nochſicht, weil das nichts Böſes verräth; aber nehme Dich in Acht, ein ſchlechtes und boshaftes Herz zu verrathen! Ich würde es Dir nie verzeihen. Laß darum Harald in Ruhe und ſpreche nicht von ihm, wenn Du mich nicht ebenſo ſtreng ſehen willſt, wie ich bisher nachſichtig geweſen.

Urda wußte aus Erfahrung, daß wenn Papa dieſen Ton annahm, es nicht mit ihm zu ſpaßen ſei. Sie hätte eben ſo gut verſuchen können, die Sonne