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dern Dich in einem ſolchen Anzug vor den Leuten zeigſt!
Als Harald dieſe Worte rief, begleitete er ſie mit mehreren Gelächterſalven.
„Uſch Harald! Schweige, Du biſt abſcheulich,“ antwortete Urda mit glühenden Wangen.
„Was geht es Dich an, wie ich mich kleide? Du darfſt Dir doch niemals einbilden, daß ich mich um Deinen Spott und Deine Bemerkungen kümmere? Habe ich nicht das Recht, mich zu kleiden, wie es mir gefällt? Bin ich nicht ein freier Menſch?“
„Jawohl, Gott behüte! Aber daß die Freiheit in Rock und in Hoſen läge, das wüßte ich nicht.— Mir kommſt Du in den Kleidern da unfreier vor, als wenn Du zehn Frauenröcke mit Falbeln an⸗ hätteſt.“
„Harald, ich verbiete Dir, Bemerkungen über mich zu machen, oder zu lachen,“ rief Urda heftig und ſtampfte mit dem Fuße in den Boden.“
„Bin ich nicht ein freier Menſch?— Nun gut, meine höchſt ſpaßhafte Couſine, wenn ich das bin, ſo muß es mir erlaubt ſein, daß ich über das lache, von dem ich meine, daß es ausgelacht zu werden verdient.— Doch, warum die Zeit mit Worten ver⸗ lieren?“
„Gehe Du hinein zum Onkel; dann kann ich das Vergnügen haben, zu ſehen, wie Du Dich ausnimmſt, wenn man Dich von hinten anſieht.“
Harald ging an Urda vorbei und ſchaute ſie unter fortgeſetzter Heiterkeit an, während er die Lorgnette vors Auge hielt.
Der Zorn des jungen Mädchens wurde für ſie


