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Mola oder Tanz und Weltgeschichte : eine spanisch deutsche Erzählung / [von Eduard Maria Oettinger]
Entstehung
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flüchtigen Abenteuers willen ſeinen Heirathsplan aufzugeben. Abgeſehen von dem Vermögen des alten Lontes, mußte er deſſen Rache fürchten, wenn ſich das Verhältniß mit der ſchönen Mola, die er übrigens auch ganz gut leiden mochte, durch ſeine Schuld zerſchlug.

Mola's Treue war übrigens auch keinen ge⸗ ringen Anfechtungen ausgeſetzt, die ſie jedoch beſſer beſtand. Als ſie einſt in die Meſſe ging, drückte ihr eine alte Frau ein Papier in die Hand und verſchwand dann ſogleich im Ge⸗ dränge.

Mola nahm ihren Platz in der Kirche ein, legte das Papier in ihr großes Geſangbuch, und las mit großer Andacht einen an Sie gerichteten Liebesbrief, der auf ſehr zierlich, unverändertes, wohlriechendes Papier geſchrieben war, und in welchem ſie ein junger Attachs der franzöſiſchen Geſandtſchaft bei Himmel und Erde beſchwor, ſich am nächſten Tage in der Dämmerung in einem näher bezeichneten, meiſtens ziemlich men⸗ ſchenleeren Platze des Prados einzufinden.

Weibliche Neugierde ließ Mola einen Augen⸗