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heit und Gewandtheit hatten Mola ſchon längſt für ihn eingenommen. Dazu kam noch ſeit jenem geſchilderten Stiergefecht das beſondere Intereſſe, welches man immer an Perſonen nimmt, um derentwillen man Opfer gebracht oder Gefahren beſtanden hat. Nach einiger Zeit ſchlug ſie da⸗ her ihre großen forſchenden Augen etwas nieder und ſagte:
„Du biſt eigentlich ein nichtsnutziger Schlin⸗ gel, Juan, der ſich mit Alguazils herumbalgt und mit Schauſpielerinnen liebelt, aber Du ge⸗ fällſt mir, und ſo ſei es. Aber das merke Dir, Juan, wenn ich liebe, ſo bin ich auch eifer⸗ ſüchtig, und wenn ich meine Eiferſucht begrün⸗ det finde,— furchtbar.“
Sie ſprach die letzten Worte mit einem ſo energiſchen, faſt wilden Ausdrucke der Wahr⸗ heit, daß der Matador einen Augenblick wie er⸗ ſchreckt, zurückfuhr. Bald aber faßte er ſich wie⸗ der und umſchlang ſeine Geliebte heißer und heißer. Anfangs erwiderte ſie ſeine flammenden Küſſe ziemlich zurückhaltend; bald begann aber auch in ihren Adern das andaluſiſche Blut zu


