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„Du biſt ſehr eitel, Juan,“ ſagte das Mäd⸗ chen ſchnippiſch, und ſchien ſich an der Verlegen⸗ heit ihres verblüfften Liebhabers, der ſchon voll⸗ kommen geſiegt zu haben glaubte, zu weiden⸗ „Du gingſt unten vorbei, machteſt Lärm und Skandal, und ich wollte nicht, daß Du den Al⸗ guazils in die Hände falleſt. Ueberdieß biſt Du mein Vetter, und da ſehe ich denn nicht weiter ein, was es Beſonderes ſein ſoll, wenn ich ein Stündchen mit Dir plaudere.“
Der Chiclanero ſah ein, daß ihn das Mäd⸗ chen nur zum Beſten haben wolle, er nahm da⸗ her eine ſehr ernſte Miene an, und ſagte feierlich:
„Mola, laß jetzt für einen Augenblick die Poſſen. Ich liebe Dich und habe ſchon mit Deinem Vater deßhalb geſprochen. Er hat Nichts dagegen einzuwenden, mich ſeinen Sohn zu nen⸗ nen, und wenn Du mich anders leiden magſt, ſo ſollſt Du mein Weib werden.“
Mola ſah ihren Vetter mit einem langen prüfenden Blicke, den derſelbe auch nicht zu ſcheuen hatte, an. Juan war ein ſchöner, ſchlan⸗ ker, kräftiger Burſche; und ſeine ritterliche Kühn⸗


