Nun, Hauptmann, weiſt Euern beiden Gäſten das⸗ ſelbe Gefängniß an, das bis heute unſere arme, arg verläumdete, ſchwer gekränkte Gräfin bewohnt hat, cartel est notre bon plaisir! ſagte Rudolph II. wie ſein Vetter Heinrich IV. und küßte die Hand Magdalena's.
An der Schwelle der ſich öffnenden Thür erſchie⸗ nen vier Wachen mit geladenem Gewehr.
— Folgt der Wache! rief der Hauptmann ſeinen beiden Gefangenen zu.
— Verflucht ſei der Tag, rief Scotto, an welchem
ich Euch kennen gelernt.
— Amen! ſetzte ruhig der Kaiſer hinzu.
— Gnädigſter Herr, ſperrt mich nur nicht zu dieſem Böſewichte! flehte Clelia.
— Die Frau ſoll ihrem Manne folgen! Das befiehlt ja ſchon die Bibel! Soldaten! Führt ſie weg, ich mag ſie nicht länger ſehen! ſprach der Kaiſer.
Und beide Gefangene wurden mit Gewalt fort⸗ geſchleppt.
— Gräfin, Ihr ſeid nun glänzend gerächt. Bittet Euch, bevor Ihr den Ort Eurer ungerechten Gefangenſchaft verlaßt, von Eurem Kaiſer eine Gnade aus. Jede ſei Euch im Voraus gewährt!


