— Himmel! ſtotterte Clelia, aus Wuth ihre Spiz⸗ zenärmel zerreißend, geruhet nicht zu vergeſſen, daß die Frau, die Ihr, Jener zu Ehren, lieblos verſtoßen wollt, die Mutter Cäſars iſt!
— Sprecht nicht mehr von Eurem Knaben. Für ſeine Erziehung ſollen Andere ſorgen. Ihr aber werdet unter dieſem gaſtfreundlichen Dache ſo lange zu verweilen geruhen, bis es Eurem liebenswürdigen Gemahle mit Eurer gütigen Mitwirkung gelungen ſein wird, den Stein der Weiſen aufzufinden. Ich dränge weder ihn noch Euch. Hier könnt Ihr jetzt, wo das bewußte Hinderniß, ſo viel ich weiß, beſei⸗ tigt iſt, fern vom Geräuſche des Hofes, über Alles ruhig nachdenken und ganz nach Eurer Bequemlich⸗ keit Gold, oder was Euch ſonſt beliebt, erzengen. Alles, was Ihr zur Bereitung des Steines der Weiſen bedürft, wird Euch auch hier verabreicht werden und Clelia ſoll nichts vermiſſen...
— Als ihre Freiheit, ergänzte Clelia mit bit⸗ term Hohne.
— Und ſelbſt dieſe, fuhr Rudolph fort, nur ſo lange, bis ſie, die würdige Mitarbeiterin an dem geheimnißvollen Werke ihres in jeder Hinſicht vor⸗ trefflichen Gemahls, ihm den nothwendigen Beiſtand zur Erfüllung ſeiner Zuſage in Gnaden gewährt hat.


