Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

249

— Euch zu heirathen? wiederholte Ludmila überraſcht.

— Weil ich Euch liebe, weil ich Euch anbete und ohne Euch nicht länger leben kann, nicht länger leben mag.

— Sprecht Ihr die Wahrheit, Herr Mardo⸗ chäus 2

— Ich ſchwör' es Euch bei Apoll und allen neun Muſen.

— Nun, dann ſprecht mit meinem Pflegevater!

— Zuvor aber, Fräulein, eine Frage noch! Ge⸗

falle ich Euch denn auch?

Ludmila ſenkte die Augen und ſchwieg.

— Der Schatz iſt erobert: ich habe geſiegt! triumphirte de Delle.—

— Unſer junger Hofpoet, ſagte Anſelm de Boodt zum Hauptmann, ſcheint Eurem ſchmucken Töchter⸗ chen ſehr eifrig den Hof zu machen.

— Was haltet Ihr von dieſem Windbeutel?

fragte der Alte.

— Er iſt ein recht luſtiger Schwätzer! erklärte der Arzt.

— Aber eine grundehrliche Haut! ſetzte der Maler hinzu.

Während dieſer halbleiſe geführten Geſpräche