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— Euch zu heirathen? wiederholte Ludmila überraſcht.
— Weil ich Euch liebe, weil ich Euch anbete und ohne Euch nicht länger leben kann, nicht länger leben mag.
— Sprecht Ihr die Wahrheit, Herr Mardo⸗ chäus 2
— Ich ſchwör' es Euch bei Apoll und allen neun Muſen.
— Nun, dann ſprecht mit meinem Pflegevater!
— Zuvor aber, Fräulein, eine Frage noch! Ge⸗
falle ich Euch denn auch?
Ludmila ſenkte die Augen und ſchwieg.
— Der Schatz iſt erobert: ich habe geſiegt! triumphirte de Delle.—
— Unſer junger Hofpoet, ſagte Anſelm de Boodt zum Hauptmann, ſcheint Eurem ſchmucken Töchter⸗ chen ſehr eifrig den Hof zu machen.
— Was haltet Ihr von dieſem Windbeutel?
fragte der Alte.
— Er iſt ein recht luſtiger Schwätzer! erklärte der Arzt.
— Aber eine grundehrliche Haut! ſetzte der Maler hinzu.
Während dieſer halbleiſe geführten Geſpräche


