Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Girolamv. Warum zu allen Teufeln hat er uns ge⸗ rade nach dieſem verwünſchten NReſte hinausgeführt?

Weil ich ihn darum gebeten habe, abſicht⸗ lich, um jener Elenden, die mich grauſam verhöhnt hatte, zu zeigen, daß ihre Herrſchaft zu Ende und die Meinige noch immer im Zunehmen iſt.

Glaubt Ihr dieß in der That?

Ich bin meines Sieges mir bewußt...

Gräfin Clelia iſt eine himmliſche Gans, flüſterte ihr Scotto mit einer Miene zu, als hätte er ihr eben die feinſte Schmeichelei geſagt.

Und ihr ſogenannter Gemahl, hauchte ſie mit gleich verbindlichem Lächeln, iſt ein hölliſcher Flegel.

Wenn wir jetzt allein wären...

Würde ich Euch andere Dinge ſagen! un⸗ terbrach ihn Clelia und kehrte ihm den Ruͤcken zu, um zum Fenſter auf den Hof hinauszuſehen und ſich zu überzengen, ob ihr kaiſerlicher Beſchützer noch immer nicht zurückkehre.

Darf ich Euch um Euren Vornamen bitten? fragte der Poet die Flamme ſeines Herzens.

Ich heiße Ludmila, erwiderte die Jungfrau.

Welch ein lieber, ſüßer, frommer Name! Und ich, Fräulein Ludmila, ich heiße Mardochäus