Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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er abwechſelnd den Leibarzt und den Maler um⸗ armte und laut nur das Eine bedauerte, daß er ſich nicht ſelbſt um ben Hals und an ſein freudetrunke⸗ nes Herz zu drücken im Stande ſei. Und Rudolph belachte den Witz. Er war der Einzige, der nur nippte und ſo vollkommen nüchtern als gewöhnlich blieb. Selbſt Clelia hatte ein klein wenig mehr getrunken, als ſie vertragen konnte, und war allmä⸗ lig luſtiger, kecker, ausgelaſſener geworden. Das freut mich! ſagte der Kaiſer und

ſchenkte ihr ſtets von Neuem ein. Und als der Nachtiſch kam und der Ritter von Brandeis ſchon halb betrunken war, wurde er vom Kaiſer aufgefordert, zum Schluß des heitern Feſtes ein luſtiges Trinklied anzuſtimmen. Scotto ergriff den Pokal und ſang:

Der Wein, ſprach König David,

Erfreut des Menſchen Herz;

Die Lieb, ſang Jeſus Sirach,

Erfüllt das Herz mit Schmerz.

Durchlöchert ſind die Siebe

Der ſtillen Seelenpein:

Der Teufel hol' die Liebe,

Ich lobe mir den Wein!

Und die Andern wiederholten im Chorus: Der Teufel hol' die Liebe, Wir loben uns den Wein!

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