Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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ſchöne Gräfin nicht ausgenommen, einen kleinen Spitz davon trägt.

— Es lebe der Kaiſer! rief Clelia.

— Es lebe die Liebe! jubelte Scottv.

— Es lebe der Wein! rief Anſelm.

— Es lebe die Freude! jauchzte der Maler.

Und nun begann ein wahres Belzaſar⸗Feſt, eine ſogenannte Henkermahlzeit, eine kleine harmloſe Orgie. Man aß und trank, man plauderte und lachte, man kicherte und ſcherzte, abwechſelnd ſtill und laut, verſtohlen und lärmend. Die Gräfin warf dem Nachbar ſtumme Blicke zu, in denen ein gan⸗ zes Wörterbuch von Glück und Zärtlichkeit, von Luſt und Liebe lag. Rudolph neckte ſie auf hun⸗ dert Arten. Die drei andern Gäſte tranken tüchtig. Und am tapferſten zeigte ſich Scotto. Er aß für Zwei und trank für Vier und war der Erſte, der, ganz gegen ſeine Gewohnheit, einen kleinen, ganz allerliebſten Schwipps bekam; denn der Inhalt der Flaſchen, aus denen er ſich, etwas allzuraſch, einen Becher nach dem andern füllte, ſchien noch älter und feuriger als der Wein der Uebrigen zu ſein. Und nach einem kurzen Stündchen und nachdem er vier große Becher dieſes berauſchenden Burgunders geleert, befand er ſich in ſo ſeligem Zuſtande, daß