Dpfer, das ich von Euch begehre, iſt größer, als Ihr zu ahnen vermögt.
— Iſt doch auch die Huld, die Ihr mir ge⸗ währt, viel größer als ich jemals zu hoffen gewagt. Was alſo ſoll ich Euch verſprechen?
— Ihr ſollt nie mehr bei Hofe erſcheinen!
— Und dieß nennt Ihr ein Opfer?
— Ihr ſollt, ſo lange Ihr lebt, und was auch immerhin geſchehen möge, nie mehr Audienz begehren beim Kaiſer.. ohne meine Zuſtimmung! fügte ſie hinzu.
— Das gelobe ich Euch mit Freuden! betheu⸗ erte Eva. 5
— Unter dieſer Bedingung— der einzigen, um die Euch zu bitten mir erlaube— verſpreche ich Euch, daß, ſo lange ich lebe, Eurem Vater kein här⸗ teres Leid zugefügt werden ſoll, als jenes, das, lei⸗ der ſchon hart genug, jetzt auf ihm laſtet. Unter dieſer Vorausſetzung verſpreche ich Euch meinen Schutz, wenn auch nicht für die Freiheit, wohl aber für das Leben Eures Vaters, ſo weit Letzteres in der Hand des Kaiſers ruht; unter dieſer Bedingung endlich ſage ich Euch meine ganze Verwendung für die Befreiung Eures Freundes zu. Eva von Lobkowie, ſeid Ihr damit zufrieden?


