Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Dank, tauſendfachen Dank, rief Eva, den Saum ihres Kleides küſſend.

Nun aber ſtehet auf, wenn Ihr nicht haben wollt, daß ich mein, Euch leider nur allzu voreilig gegebenes Verſprechen nicht bereuen ſoll.

Eova von Lobkowic erhob ſich raſch.

Unſfer Aller Heiland ſegne Euch dafuͤr! ſagte Eva der Gräfin Hand erfaſſend, um ſie dank⸗ erfüllt an ihren Mund zu ziehen.

Die Gräfin aber erlaubte dieß nicht. Sie ent⸗ zog ihr ihre Hand mit den Worten:

Laßt dieß, wenn Ihr mich nicht beſchämen wollt. Habt Ihr ſonſt noch eine Bitte? fragte ſie mit einer Hingebung, die ihrem Mitgefühle zur höch⸗ ſten Ehre gereichte.

Ach ja, Gräfin, eine Bitte, durch deren Ge⸗ währung, die nur Euch möglich iſt, Ihr die Hälfte meines ſchweren Kummers mir großmüthig zu erleich⸗ tern vermögt... 5

Mein Einfluß, Fräulein, vermag nicht Alles.

Aber weit mehr als jeder Andere, unterbrach ſie Eva.

Ihr tänſcht Euch, Eva von Lobkowic. Der allgemeine Ruf ſchildert mich mächtiger, als ich es wirklich bin. Vermöchte ich Alles, wie Ihr zu glauben