— Eures Vaters Schickſal iſt mir bekannt..
— O dann bitte und beſchwöre ich Euch zu Euern Füßen, Gräfin, ſprach Eva, ſich auf ihre Kniee niederlaſſend, mir zu ſagen, ob er noch am Leben iſt.
— Er lebt, dieß ſchwöre ich Euch! betheuerte die Gräfin, mehr als gerührt durch den demüthigen Fußfall ihrer vermeintlichen Nebenbuhle rin. Erhebt Euch, Fräulein von Lobkowie.
— O geſtattet mir, huldreiche Gräfin, ſo lange zu Euern Füßen zu verweilen, bis Ihr geruhen wer⸗ det, mir zu ſagen, wo man meinen armen Vater ſeit jenem Tage, an welchem man ihn von Elbogen hinweggeführt, gefangen hält.
— Das, Fräulein, weiß ich ſelber nicht, verſi cherte Magdalena.
— Ihr müßt es wiſſen, hohe Frau.
— Beim Ewigen, ich weiß es nicht. Nur Einer am ganzen Hofe weiß, wohin man Euern Vater auf Befehl des Kaiſers abgeführt. Doch verſpreche ich Euch gern, mir Mühe zu geben, dieß Geheimniß zu erfahren und es Euch, ſo bald ich's weiß, anzu⸗ vertrauen.
— Ihr wollt dieß wirklich thun? fragte Eva
ief gerührt.
— Ich verſpreche, ich gelobe es Euch,


