Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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ſo kurz als möglich ſagen zu wollen, was mir die Huld Eures Beſuches verſchafft?

Warum, Gräfin, nennt ihr dieß Huld, was aufrichtig geſagt, nur ein Act des Eigennutzes von meiner Seite iſt?

Womit kann ich Euch dienen, Fräulein? fragte die Gräfin mit drängender Eile.

Ihr könnt einer Unglücklichen einen Dienſt erweiſen, der Euch ihre ewige Dankbarkeit erwerben und Euern Namen für alle Zeiten unſterblich machen kann.

O warum kommt Ihr gerade heute? fragte Magdalena mit allen Zeichen peinlicher Ungeduld.

Ich kam abſichtlich gerade an dem Tage, an welchem vor Jahrhunderten der Heiland Welterlöſer einer Nonne meines Vornamens erſchienen war, um ihr die Feier des heutigen Feſtes des ſchönſten und glänzendſten der katholiſchen Kirche einzuge⸗ ben. Heute erſcheint eine andere Eva vor den Stu⸗ fen Maria Magdalenens, um ſie um ihren mächtigen Schutz und Beiſtand, um ihre huld- und gnadenreiche Fürbitte anzuflehen..

Für wen, für wen? fragte die Gräfin.

Für meinen unglücklichen, ſeit faſt acht Mona⸗ ten gefangenen und ungehört verurtheilten Vater...