Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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S 29

wechſelſeitiges Erſtaunen abzuſpiegeln ſchien, zuerſt zu brechen.

Ich habe das Glück, begann ſie mit zittern⸗ der Stimme, die Gräfin Maria Magdalena vor mir zu ſehen.

Warum nennt Ihr dieß Glück, was, genau betrachtet, nur eine Pflicht der Höflichkeit von meiner Seite iſt. Ich geſtehe Euch, Fräulein, offen und ehrlich, daß Euer Beſuch, wie ſchätzenswerth er auch immer für mich iſt, mir gerade in dieſer Stunde etwas ungelegen kam..

O dann erlaubt, Gräfin, daß ich augen⸗ blicklich Euch verlaſſe...

Ich bitt' Euch, Fräulein, bleibt. Aber ver⸗ zeihet mir, wenn ich Euch erſuche, Euch für heute! möglichſt kurz zu faſſen, weil ich auf ſpitzen Nadeln der Ungeduld ſtehe, indem ich von Augenblick zu Augenblick dem Herannahen des Zuges

entgegenharre, der ich bin nicht wenig ſtolz darauf! gerade unter meinem Balcone Halt

machen will, um unten am Altare den Segen der Kirche zu ſpenden! Dann will ich lieber morgen kommen! Ich bitte Euch nochmals zu bleiben und mir