Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Der Kaiſer möge ſich hüten, jemals zu heirathen..

Und weßhalb? fragte Magdalena, deren Neugier ſich verurtheilt ſah, dieß Geheimniß dem Eingeweihten gleichſam gliedweiſe zu entreißen.

Weil jede Heirath ihm Gefahr brächte, ſprach Johann von Aachen, einen andern Pinſel ſuchend.

Und welche Gefahr? fragte die Gräfin von Ungeduld gefoltert.

Die Gefahr, daß einer der vom Kaiſer er⸗ zeugten Söhne.. merkt es wohl... nach des Vaters Leben trachten würde.

Und Rudolph glaubt an jene Prophezeihung?

Man ſagt's, ſprach der Maler, den neu hervorgeholten Pinſel prüfend.

In dieſem Falle wäre die Sendung jenes parmeſaniſchen Abenteurers ganz und gar vergeblich.

Mir ſcheint's!

Meiſter! rief die Gräfin hoch erfreut, Ihr habt mir einen Alp von meinem Herzen wegg ewälzt.

Das iſt mir lieb, ſchöne Gräfin. Habt nun die Huld, Euch zu erheben und meine Arbeit noch einmal Eures Kennerblickes zu würdigen, bat