Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Bäder an. Zu jener Zeit, in welcher die Handlung unſeres Romanes ſpielt, gehörte das ganze teplitzer Ge⸗ biet mit der Doubrawskä Hora, auf der ſich an Stelle der alten eingeäſcherten, in romantiſche Sagen eingehüll⸗ ten Burg ein neues Schloß aus den Trümmern des

alten erhob, dem Radiſlaw und Wilhelm Kinskh,(dem

nachmaligen Generale des Friedländers), der 1634 zu Eger getödtet ward. Seine Güter wurden ver⸗ ſchenkt und Teplitz gelangte, als Belohnung treuer Kriegsdienſte, in den Beſitz Johannes von Aldringen. 1639 ward das Schloß von den Schweden erobert und 1655 von Kaiſer Ferdinand III. zerſtört. Als 1664 das Geſchlecht der Aldeinger mit Johann Mar erloſch, fiel Teplitz an ſeinen Schweſterſohn, Max Georg von Clary⸗Aldringen, in deſſen Nachkommen es ſich bis zu unſern Tagen fortgeerbt hat. Kehren wir nun zur Gräfin zurück.

Maria Magdalena, begleitet von ihrer zahlrei⸗ chen Dienerſchaft, von ihrem Beichvater, ihrem Arzte und dem kaiſerlichen Hofmaler, hatte ihr fliegendes Zelt auf dem Schloßberge in der(damals noch nicht zur Ruine herabgeſunkenen) Burg aufgeſchlagen und von hier aus faſt ſchon ſechs Wochen lang die zu ihren Füßen liegenden Bäder benutzt und während der Zeit des Ausruhens dem Künſtler Johann von