oder der Unſern ſelbſt— ganz wie man dieß will — einen kurzen Ruhepunct zu gönnen. Teplitz war ſchon damals ſo ſchön als jetzt, ja, vielleicht noch ſchöner, lieblicher, romantiſcherer und gewiß weniger geräuſchvoll als in unſern Tagen. Teplitz iſt die Krone der böhmiſchen Bäder. Mutter Natur, die liebenswürdigſte, großmüthigſte und unerſchöpflichſte aller Verſchwenderinnen, hat hier die ganze Pracht ihrer unnachahmlichen Decvrativnen aufgerollt, den ganzen Schacht ihrer maleriſchen Schönheiten ausgebreitet und ein Wunder⸗Pano⸗ rama hingezaubert, das, ein Duodez⸗Eden, ein Mi⸗ gnon⸗Paradies, uns noch heute ganz ſo anlächelt, wie damals, und uns heimlich und heimiſch in's Ohr flüſtert:„Dulce est desipere in loco!“ Die Luft, die hier weht, iſt keine kaiſerlich öſterreichiſche, auch keine königlich böhmiſche, auch keine hochfürſtlich⸗Claryſche, ſondern eine göttlich⸗reine, himmliſch⸗milde, para⸗ dieſiſch⸗ſüße Luft, die wie erquickender Balſam, wie kühlender Sylphen⸗Flügelſchlag, wie märchenſchwan⸗ gerer Clerodenbron⸗Duft auf uns herniederträufelt und ſtile Sabbath⸗Ruhe und arkadiſchen Hirtenfrieden in die blaſirte Seele gießt und die erſchlafften Fühl⸗ hörner derſelben von Neuem empfänglich macht für die geheimnißvollen Reize der Natur, die eine Ninon
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