Teil eines Werkes 
4. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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meines Gottes zu erheben, dadurch, daß Du mir

zu Liebe Chriſtin werden willſt!

Unmenſch, lieber gebe ich meine ſündige Liebe zu Dir, als meinen reinen Glauben an den Gott meiner Väter auf. Mit Freude verzichte ich auf Deinen Beſitz; ich gönne Dir Alles, was ich Dir geopfert habe, und gelobe Dir ewige Dankbar⸗ keit, wenn Du mir meine Freiheit und mit ihr Deine Erlaubniß zur Rückkehr in das Haus meines troſtloſen Vaters giebſt.

Du kennſt die Gründe, die mich davon zu⸗ rückhalten.. ich fürchte die Rache Deines Vaters!

Sei unbeſorgt, Cäſar, ich will ſchweigen. Alles, Alles will ich ihm verheimlichen. Ich will ſeinen Fluch von Deinem Haupte auf mein eigenes zurücklenken und ihm ſagen, daß ein Unbekannter mich entführt und erſt heute freigelaſſen hat.

Auch mein Vater wird mich vermiſſen. Es kann nicht lange verſchwiegen bleiben, daß ſein Sohn es iſt, der Dich entführt hat. Und die Strafe, die meiner harren würde, wäre der Tod. Denn mein Vater haßt mich, weil er mich fürchtet; er fürchtet mich, weil er mich haßt; er haßt mich, weil ich Jene zu lieben gewagt, die auch er liebt, jene Gräfin, die zwar nicht ſo jung, aber faſt eben ſo 1856. VII. Auf dem Hradſchin. IV. 16