Teil eines Werkes 
4. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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einzigen Abende mehr Eimer ſeines ſchaalen Bieres als ſonſt in der ganzen Woche verzapfen konnte.

Alles war geſpannt zu erfahren, wer und was die Unglücklichen ſein mögen, die morgen durch das Beil des Henkers hingerichtet werden ſollten.

Es iſt ein Jude aus Danzig, ſagte der Eine, der ein Wurſtmacher und nebenbei ein abgeſagter Feind der elenden Hebräer war, weil ſie weder Wurſt noch Schinken kauften, n er ſich längſt daran gewöhnt hatte, alles Böſe, das geſchah, in ſeiner chriſtlichen Liebe den armen Kindern Israels auf⸗ zubürden.

Nein, nein, ſagte ein Anderer, welcher Schret ber auf dem Rathhauſe des Hradſchins war, es ſind zwei lutheriſche Prediger und Katholikenfreſſer aus der freien Reichsſtadt Hamburg.

Auf's Schaffot und in die Hölle mit dem aufrühreriſchen Geſindel, ſchrie ein Dritter.

Wie heißen die beiden Burſche, fragte ein Vierter.

Das erfährt Niemand! ſagte der Schreiber. Geköpft werden iſt ein ekliches Vergnügen,

meinte der Fünfte, ein Spitzbube, der gerechte An⸗ wartſchaft darauf zu haben ſchien.