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vom Hradſchin herab durch alle Gaſſen und Gäßchen der drei Städte Prags die Nachricht, daß es den Kundſchaftern des Kaiſers endlich doch gelungen ſei, den oder, richtiger geſagt, die Verfaſſer der Lob⸗ kowic'ſchen Vertheidigungsſchrift zu entdecken, und ſie, an Armen und Beinen mit Ketten beladen, vom fernen Auslande herein nach Prag zu bringen. Es verbreitete ſich ferner die Kunde, daß die Verfaſſer — denn es ſollten ihrer zwei ſein!— des angeklag ten Verbrechens überführt, wenn auch nicht geſtän⸗ dig, morgen in früheſter Frühe, zwei Tage vor dem heiligen Weihnachtsfeſte, nach Einigen ob der alten Schloßſtiege des Hradſchins vor der Bildſäule der heiligen Barbara, nach Andern, welche beſſer unter⸗ richtet ſein wollten, auf dem altſtädter Ringe geköpft werden ſollten.
Gegen Abend wußte ganz Prag, daß die mor⸗
gige Hinrichtung vald nach Aufgang der Sonne vor dem Rathhanſe der Altſtadt vollzogen werde.
In der Schenke zur goldenen Kugel war das Gedränge ſo groß, das Geſchwätz ſo lärmend und
der Durſt ſo gewaltig, daß kein Apfel zur Erde fal⸗ 1
len, und man kaum ſein eigenes Wort vernehmen, und daß der alte Schwätzer Zdenko an dieſem


