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verſchiedenfarbigem Laube, Bäume mit buntfarbigen Früchten, Blumen mit Schmetterlingen, die ſie um⸗ gaukelten, kryſtallhelle Flüße, in welchen Gold⸗ und Silberfiſche umherzuplätſchern ſchienen, und andere Thiere zu ſehen waren..
— Und was koſtet dieſes achte Wunder? fragte die erſtaunte Gräfin.
— Ein halbes Königreich, erklärte der Kaiſer.
War dieſer Edelſtein⸗Tiſch nach dem Ausſpruche Anſelm de Boodts„das achte Weltwunder“, ſo durfte mit demſelben und vielleicht noch größerem Rechte die damals noch wunderbar ſchön erhaltene Statue des Niobiden Ilionäus, welche Doctor Chriſtoph Guarinonius für Rudolphs Rechnung in Rom auf⸗ gekauft und nach Prag gebracht, als das neunte Wunder der Welt oder des deutſchen Saales, in welchem beide Kunſtwerke faſt neben einander ſtan⸗ den, angeſehen werden.
Guarinonius, der zum Ankaufe dieſer Statue vom Kaiſer, wie ſchon früher erzählt, unumſchränkte Vollmacht erhalten, hatte dem römiſchen Juden nach Einigen 22,000 Seudi, nach Andern 34,000 Duca⸗ ten dafür gezahlt. Wir wiſſen leider nicht an⸗ zugeben, welche Summe die richtige und wie viel oder wie wenig davon in den Säckel des Einkäufers


