Teil eines Werkes 
4. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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Ich will dieß glauben, weil Ihr es glaubt.

Aber wer auch immerhin der Urheber jener Schmäh⸗ ſchrift ſein mag, er wird Dank den Bemühungen meiner Kundſchafter in ganz Deutſchland! früh⸗ zeitig genug an's Tageslicht kommen und dieß gelobe ich mir und ihm! ſeiner gerechten Beſtra⸗ fung nicht entgehen! Gnädigſter Herr, zu Euern Knieen bitte und beſchwöre ich Euch, Gnade ſtatt des Rechtes auszu⸗ üben und Eurem geheimen Ankläger wer und was er auch ſei und wie er ſich auch nennen möge gleichviel ob Weib ob Mann, ob Katholik oder Proteſtant, großherzig zu verzeihen. Zürnen iſt menſchlich, vergeben aber iſt kaiſerlich! Gnä⸗ digſter Herr, zeigt Euch würdig der Krone, die Ihr von Eurem milden Vater geerbt. Vergebt Euern Feinden, damit ſie auch Euch vergeben.

Steht auf, Gräfin, und drängt nicht länger in mich, Euch etwas zu verſprechen, was ich Euch nach dem Gelübde, das ich gethan nicht zu halten vermag. Der Verfaſſer jener Schrift muß ſo wahr Gott mir helfen möge, ſeine Spur aus⸗ findig zu machen! ſein Majeſtätsverbrechen mit dem Kopfe bezahlen.