wie vom Blitze gerührt, nicht fern vom Schloſſe ihres Verwandten nieder.
— Hilfe! Hilfe! ſchrie das alte Weib.
Und aus allen Häuſern des Dorfes ſtürzten Leute herbei, die ſich dieſes Schutzengels der Armen hilfreich annahmen und ihn ohnmächtig in's Schloß trugen.
Dort war Eva wieder zum Bewußtſein gelangt.
— Hab' ich gewacht oder nur geträumt? fragte ſie eine ihrer Dienerinnen, die damit beſchäftigt war, ſie zu Bett zu bringen. Lebt mein armer, unglücklicher Vater, oder hat Gott der Gerechte ſeinem großen, unverdienten Leide ein Ende gemacht und ihn als Cherub an den Himmelsthron gerufen?
— Die alte Frau, die Euch dieß erzählt hat, war betrunken, tröſtete die treue Dienerin.
— Nein, nein. Sie war ſo nüchtern als ich ſelbſt. Die alte Frau hat nicht gelogen. Mein ar⸗ mer Vater hat ausgelitten, ausgerungen, ſagte Eva und löſte ſich in Thränen auf. Seuche, warum ver⸗ ſchonſt du ſein Kind, ſein einziges Kind? O raffe auch mich hinweg, aber bald, recht bald; denn das Maaß meiner Leiden iſt voll und das Leben hat, wenn Er todt iſt, keinen Reiz mehr für mich!
Aber ſchon nach wenigen Tagen kam ein
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