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— Und Euer Name? fragte Martin Rutzke, der kaiſerliche Kammerdiener.
Der Reiter nannte ihm ſeinen Namen.
— Da Ihr es ſeid, will ich Euch anmelden, ſagte der Diener, der in alle Geheimniſſe ſeines kai⸗ ſerlichen Herrn eiugeweiht, zu wiſſen ſchien, daß die⸗ ſer Fremde ſeit Kurzem zu den Vertrauten Seiner Majeſtät gehörte.
Kaum angemeldet, ward er ſogleich vorgelaſſen.
— Was bringt Ihr? fragte der Kaiſer.
— Eine eben ſo wichtige als unaufſchiebbare Nachricht, ſagte er, aus ſeiner ſchwarzen Sammet⸗ Suba einen Brief hervorholend, den er Seiner Ma⸗ jeſtät überreichte.
— Von wem? fragte Rudolph, auffallend un⸗
wirſch, daß er in ſeinem Alleinſein mit der Gräfin Magdalena zu unrechter Zeit geſtört worden war. — Der Abſender hat ſich darin genannt! ent⸗
gegnete der Ueberreicher, der ſich durch die üble Laune des Kaiſers nicht aus der Faſſung bringen ließ.
Rudolph erbrach das Schreiben, warf einen Blick auf die Unterſchrift und erwiderte dann, plötz⸗ lich umgewandelt, mit huldvoller Herablaſſenheit:
— Warum habt Ihr uns dieß nicht gleich geſagt?
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