Teil eines Werkes 
1. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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Dann durchflog er den Inhalt der ziemlich un⸗ leſerlich gekrizelten Zeilen und ſprach, nachdem er ſie noch einmal geleſen:

Empfangt für dieſen wichtigen Dienſt, den Ihr uns dadurch geleiſtet, unſern beſten Dank und zum Beweiſe unſerer Allerhöchſten Huld und Zufrie⸗ denheit unſer kaiſerliches Wort, daß wir Euch und dem Schreiber dieſer Zeilen dafür immer dankbar verpflichtet bleiben. Wartet einen Aungenblick! fuhr der Kaiſer fort, ſetzte ſich an ein Pult und fertigte, um keinen Augenblick Zeit zu verlieren, eigenhändig und mit großer Haſt eine Ordre aus, die er mit ſeinem kaiſerlichen Wappen verſiegelt und mit dem Namen deſſen verſehen, an welchen ſie gerichtet war, dem Ueberreicher jener Depeſche übergab mit den Worten:

Beeilt Euch, dieſen Befehl ſofort an den Ort der Adreſſe gelangen zu laſſen. Es iſt keine Zeit zu verlieren. Ihr bürgt mir mit Eurem Kopfe dafür, daß die von mir ertheilte Ordre in allen Puncten von Ihm und Euch ganz ſo, wie ich ſie vorgeſchrieben, vollzogen werde. Morgen erwarte ich Nachricht von Euch. Um aber ſchon heute die trene Anhänglichkeit des Abſenders jener Kunde und Euern Eifer für die gute Sache zu belohnen, ernenne ich