Teil eines Werkes 
1. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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Ich glaube gar, ſagte der Edelſteinſchleifer, dieſe furchtſame Schneiderſeele hat aus lauter Angſt..

Ein Fieberchen bekommen! ergänzte Mat⸗ thias ausſteigend.

Und das Fuhrwerk mußte abermals ſtillſtehen.

Faſt um dieſelbe Zeit hielt der Reiter vor einem niedergelaſſenen Schlagbaume, der ihm den freien Durchritt verſperrte.

Er rief, er tobte und fluchte. Aber Niemand erſchien, der ihn hörte. Da drängte er ſein muthig⸗ feuriges Roß einige zwanzig Schritte zurück, drückte ihm von Neuem die Sporen in die Hüfte und ſprang dann in Einem Nu über die ellenhohe Barriere hinweg.

Jetzt erſt zeigte ſich der Aufſeher, der, wüthend darüber, daß ihm Einer durch die Lappen gegangen⸗ war, ihm gleichſam, als ob er ihn gekannt hätte, mit gellender Stimme nachſchrie:

Spitzbube, infamer Spitzbube!

Dieſer aber hörte es nicht mehr, denn ſein edles Roß hatte ihn mit Blitzesſchnelle weiter getragen.

Nachdem der Schneider, etwas erleichtert, wie⸗ der eingeſtiegen war, ſetzte ſich die Schnecke(ſtill und bewegt, wie Hyperion ſagt) wieder in Bewegung.

Die beiden Künſtler aber verwünſchten im Stillen