Teil eines Werkes 
1. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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Unterdeſſen war die Sonne immer geſtiegen und die Hitze im engen und verdeckten Wagen für die Corpulenz des Baders immer unerträglicher ge⸗ worden.

Ich habe keinen trockenen Faden mehr auf dem ganzen Leibe, betheuerte Procop. Gebt mir, ich bitte Euch, einen Schluck friſchen Weines, ſonſt verſchmachte ich wie der heilige Laurentius auf dem Roſte.

Auch ich fange zu ſchwitzen an, ſagte Wen⸗ zel, der nun ebenfalls die Anwandlung eines alten Uebels, mit welchem er auf die Welt gekommen, ungeheuern Durſt, verſpürte.

Nur ich friere, wehklagte der Schneider, der vom Augenblick blaſſer und blaſſer zu werden begann.

Colin entkorkte eine dritte Flaſche, die jetzt von Mund zu Munde ging, denn Alle tranken, nur Mat⸗ thias nicht.

Was fehlt Euch, Gevatter? fragte Procop, Ihr ſeht ja recht elend aus!

Ach, mir iſt auch gar nicht wohl. Ich muß, mit Eurer gütigen Erlaubniß, noch einmal aus⸗

ſteigen. Schon wieder? grollte der Bildhauer.