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über ſeine hilfloſe Gaſtlichkeit, vernahm er den plum⸗ pen Tritt des Schließers.
Beſorgt, daß dieſer beim Oeffnen des Schiebers ſeinen heimlichen Gaſt gewahren und ihn— was dann ſicher geſchehen wäre— den Liebkoſungen des Gefange⸗ nen entreißen würde, verſteckte er, aufgeſchreckt wie ein Wilddieb, die Taube in ſeinen Buſen und horchte angſterfüllt ſo lange, bis der Schieber wieder herab⸗ gelaſſen ward.
Jetzt erſt wagte er wieder aufzuathmen.
— Gottlob, die Gefahr iſt vorüber! rief er aus und fütterte nun ſeine Taube, die ſich das Brod des Gefangenen ſo gut ſchmecken ließ, daß, durch das Beiſpiel ihrer Genügſamkeit belehrt, auch er— zum erſten Male nach langer Zeit— wieder Eßluſt ver⸗ ſpürte und die alltägliche Koſt mit weit weniger Widerwillen als bisher verzehrte.
So kann ſehr oft im Leben der ſich weiſe dünkende Menſch von einem dummen“ Thiere lernen zufrieden zu ſein mit dem, was ihm das Schickſal zu Theil werden läßt. Das ungenügſamſte Thier iſt der— Menſch. Und trotz all ſeiner tauſend Schwächen und Laſter nennt er ſich im ſtolzen Uebermuthe ſeiner eingebildeten Größe das Ebenbild Gottes!—
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