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Außen und Innen nachdenklich betrachtend. Nein, nein. Dieſer Ring kommt nicht von ihr... ſonſt müßte ich ihn kennen!— Aber wer Dich auch geſchickt haben mag, wär's ſelbſt mein unerbittlichſter Feind, er ſei geſegnet dafür!— Nur der, ſo da weiß, was es heißt, ſechs Monden ſo mutterſeelen allein bei lebendigem Leibe eingeſcharrt zu ſein in öder Grabes⸗ ſtille, nur der und kein Anderer wird die Freude, den Jubel, die Seligkeit, die mich bei Deinem Anblick immer wieder auf's Neue durchpulſt und belebt, be⸗ greifen können. Sei mir gegrüßt, meine ſchmucke Botin! Sei hundert⸗, ſei tanſendfach gegrüßt von Dem, der für den holden Troſt, den Dein Hierſein ihm gewährt, Dich liebreich pflegen will!— Pflegen, wie⸗ derholte er tiefaufſeufzend, doch womit? Mit ekler Gefangenkoſt? Doch warum murre, warum verſün⸗ dige ich mich? Fleht nicht der fromme, gottergebene Chriſt: Vater Unſer, der Du biſt im Himmel, gieb uns unſer täglich Brod!“ Und erhalte ich nicht täg⸗ lich Brod und Speiſe in Ueberfluß? Du, fromme Taube, biſt gengſamer als der ewig unzufriedene Menſch. Du, Du wirſt zufrieden ſein mit dem Brode des Gefangenen, der es tagtäglich mit ſeinen Thrä⸗ nen benetzt.
So ſprach er noch lange mit ſeiner Taube und


