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— Er iſt gut, recht gut gegen mich wie gegen jeden Künſtler, den er gaſtfrei bei ſich aufnimmt.
— Und dennoch, Jobſt, biſt Du unzufrieden 2
— Ich will Dir ſagen, woher das kommt, er⸗ widerte der Steinſchleifer näher rückend. Der Kaiſer hat viele gute, herrliche Eigenſchaften, eine ſchlechte aber, die, wenigſtens in meinen Augen, alle guten ſtark verdunkelt: er iſt eine unerträglich melancho⸗ liſche Fledermaus.
— Sprich leiſer, viel leiſer, Landsmann, damit es keiner der vielen Zuträger unſeres geſtrengen Herrn Nachbars hört...
— Wen meinſt Du? fragte Jobſt um ſich
blickend.
— Ich meine den Gevatter Dreibein, den Je⸗ ſuitenfteund, den Vicekanzler Curtius, der im Neben⸗ hauſe wohnt.
— Der Teufel hole dieſen kalten Froſch, ſchrie der Brüſſeler, indem er mit dem Bierkruge auf den Tiſch ſchlug.
— Alſo auch Du heſſeſt dieſen Henchler?2
— Wer haßte ihn wohl nicht? Er iſt der böſe Geiſt Rudolphs. Er iſt's, der des Kaiſers gutes Herz zu Härte und Unduldſamkeit antreibt.
— So denkt ganz Prag, ganz Böhmen. Niemand 1856. IV. Auf dem Hradſchin. I. 2


