wuͤrdig iſt der Huld, womit Eure kaiſerliche Ma⸗ jeſtät ſie uberhaͤuft hat, liegt zu Ihren Fuͤßen, um ſich einer ſchweren Schuld anzuklagen..
— Stehen Sie auf, Mademoiſelle, ich kenne Ihr Unrecht: Sie haben mich getaͤuſcht, hinter⸗ gangen, betrogen... Kommen Sie, um Ihre Schuld zu laͤugnen?
— Nein, Sire, ich komme, um Alles zu ge⸗ ſtehen. Sire, ich habe Sie nie geliebt. Verge⸗ bens habe ich mich bemuͤht, eine Abneigung zu beſiegen, der ich nicht Meiſter bin. Koͤnnte ich meinem Herzen gebieten, dann muͤßte es Sie lieben mit unbegrenzter Kraft, mit unauslöſchlicher Gluth, mit unwandelbarer Treue. Aber, Sire, das Herz iſt ein Rebell, das ſich keinem Geſetze, keinem Gebote unterwirft... es liebt nicht ſelten den, der uns mit Haß verfolgt und haßt gar haͤufig die, die uns mit allen Kraͤften ihrer Seele lieben. Seit ich Sie zu haſſen angefangen, hab ich mich zu lieben aufgehoͤrt.
— Sie lieben einen Andern...
— Ja, Sire, ich liebe ihn mit einer fieber⸗


