N8 haften Gluth, mit einem Feuer, das meine Seele zu verzehren droht...
— Der Gluͤckliche... er iſt ein armer Kuͤnſt⸗ ler, der nichts als ſeine Geige hat, und ich, ich bin ein maͤchtiger Kaiſer, der halb Europa jetzt ſein eigen nennt und doch— faſt ſchaͤm' ich mich, es zu geſtehen— und doch beneid' ich ihn!
Napoleon unterdruͤckte einen tiefen Seufzer, Giuſeppa zerfloß in Thraͤnen.
— Signora, ſprach der Kaiſer, was kann, was ſoll ich fuͤr Sie thun?
Seufzer erſtickten ihre Stimme; knieend reichte ſie dem Kaiſer die Bittſchrift. Er las.
— Sie fuͤrchten fuͤr ſein Leben... Bin ich ein Tyrann, der, das Geſetz verhoͤhnend, aus Will⸗ kuͤhr ſeine unterthanen ſchlachtet? Giuſeppa, ſtehen Sie auf, in einer Stunde iſt Rode frei. Aber fort muß er von hier, noch heute fort. Weil Sie ihn lieben, iſt er mir verhaßt... noch heute muß er meine Stadt, in einem Monat mein ganzes Reich verlaſſen. ich kann nicht dulden einen Mann, der maͤchtiger als ich..


