Teil eines Werkes 
3. Band (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

272 — Und ſtarb, von ihm und aller Welt ver⸗ laſſen, in den Mauern eines Kloſters.

— Ihre Zukunft, Giuſeppa, will ich freund⸗ licher geſtalten. So lang Sie leben, ſoll Ihr Gluͤck die erſte meiner Sorgen ſein. Hier, theure Freundin, iſt ein Ring, den einſt die Kaiſerin mir geſchenkt. Der Ring ſei Zeuge meines Schwurs, daß Ihre Wuͤnſche auch die meinen ſind.

Er druͤckte einen Kuß auf ihre Stirn und reichte ihr den Ring.

Acht Tage ſpäter war Concert bei Hofe. An dieſem Abend machte Signora Graſſini die Be⸗ kanntſchaft des beruͤhmten Violiniſten Pierre Rode, der, von einer Kunſtreiſe heimgekehrt, wieder in den Tuilerien erſchien. Der gefeierte Kuͤnſtler wurde von dem Auditorium und ſelbſt vom Kaiſer huld⸗ voll empfangen. Rode trug ein neues Concert vor, welches ſo großen Enthuſiasmus erregte, daß er es, auf den Wunſch der Kaiſerin Joſephine, wie⸗ derholen mußte. Die ſchoͤne Compoſition, der ge⸗ fuͤhlvolle Vortrag und der ehrenvolle Beifall, der