drehten. Neben ihr ſtrahlten: die reizende Herzo⸗ gin von Chevreuſe, die ſchoͤne Herzogin von Ne⸗ vers und die anmuthige Graͤfin von Soiſſons, drei Sterne, angebetet von einem Schwarm junger und alter Cavaliere, an deren Spitze Gaſton von Or⸗ leans, der Bruder des Koͤnigs ſtand, dem ſich der Prinz von Condé, die Herzoge von Guiſe, Bouil⸗ lon, Epernon und Vendome und die Marſchälle von Schomberg und Ornano anreihten.
In einer jasminumrankten Niſche, auf einem himmelblauen mit goldenen Lilien geſchmuckten Lehn⸗ ſtuhle ſaß Ludwig XII., ein jugendlicher Greis mit bleichen eingefallenen Wangen, matten leblo⸗ ſen Augen und finſtern graͤmlichen Mienen, neben ihm ſaß, in rother Toga, der Omnipotenz des Staates, der Cardinal von Richelieu und zwei ſei⸗ ner Creaturen, der Abbe de Gondy und der Pater Joſeph, der Secretair, das Factotum Seiner Emi⸗ nenz. Nicht fern von dieſer duͤſtern, ſchweigſamen Gruppe, die ſich immitten dieſer lachenden Freude, auffallend langweilte, ſtand Herouard, des Koͤnigs erſter Leibarzt, der zwanzig Mal in einer Stunde
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