Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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den koͤniglichen Puls betaſten mußte, um Sr. Majeſtaͤt, die ſich ewig krank duͤnkte, die beruhi⸗ gende Verſicherung zu geben, daß ſie ſich vollkom⸗ men wohl befinde. Mit finſtern Blicken ſah der Koͤnig, auf ſeinen Arm geſtuͤtzt, dem luſtigen Trei⸗ ben ſeines Hofes zu. Die Koͤnigin tanzte bald mit dem Herzog von Vendome, bald mit Heinrich von Talleyrand, Grafen von Chalais.

Der Cardinal Richelieu verwandte kein Auge von ihn.

Mitten im Tanze trat ein großer, ſchlanker Mann ein, deſſen impoſantes Aeußere, deſſen ſtolze Haltung den Adel ſeiner Geburt, die Wuͤrde ſei⸗ ner Stellung verrieth. Gruͤßend wandte er ſich zuerſt nach jener Seite hin, wo der Koͤnig ſaß. Ludwig XIII. erhob ſich von ſeinem Sitze und er⸗ wiederte den Gruß mit einem gnaͤdigen Laͤcheln. Der Cardinal hingegen nahm den Gruß des Ein⸗ tretenden mit großer Kaͤlte hin und blieb ſitzen.

Ein vielſtimmiges Fluͤſtern durchflog jetzt die Reihen der Tanzenden.

Es iſt Georg von Villiers...