Erſtes Capitel.
Ein Feſt im Lonvre. (1625.)
Die Prachtſaͤle des Louvre ſchwammen in einem Meer von tauſend Kerzen, die ihr blendendes Licht ausgoſſen auf den orientaliſchen Luxus der Toi⸗ letten, die mit Gold und Edelſteinen uͤberſaͤet wa⸗ ren. Aus dieſem glaͤnzenden Ball-Knaͤuel ragte die ſchoͤne Anna von Oeſtreich hervor. Sie war kaum funßzehn Jahre alt geweſen„als ihr Vater, Philipp III. von Spanien, ſie im Jahre 1615 mit Ludwig XIII. vermaͤhlt hatte. Die Koͤnigin, ob⸗ gleich ſchon zehn Jahre verheirathet, uͤberſtrahlte noch jetzt durch Schoͤnheit und Jugendfriſche alle Damen ihres Hofes. Anna von Oeſtreich war der Sirius, um den ſich alle Grazien Frankreichs, wie Trabanten um ihre gemeinſchaftliche Sonne
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