21
in zärtlichen Liedern, die damals von Mund zu Mund gingen:
vA ces bois, ces prés, ces antres
Offrons les voeux, les pleurs, les sons,
La plume, les yeux, les chansons D'un poete, d'un amant, d'un chantre.«
Als Heinrich IW. den Thron beſtieg, ſchickte er einen ſeiner Raͤthe Sillery nach Rom, um vom heiligen Vater die Trennung ihrer kinderloſen Ehe zu bewirken. Heinrich fuͤhrte zwei und zwanzig Scheidungsgruͤnde an. Clemens VIII., der ſich Anfangs geweigert, das heilige Band der Ehe auf⸗ zuloͤſen, ſprach endlich am 24. September 1599 die Scheidung aus. Margarethe gab ihre Ein⸗ willigung unter der Bedingung, daß der Koͤnig ihr einen Jahrgehalt von 80,000 Thalern feſtſetze. Erſt im Jahre 1605 kehrte ſie von Ueſſon nach Paris zuruͤck und ſtieg zuerſt im Schloß Madrid ab. Spaͤter bezog ſie den Palaſt des Erzbiſchofs von Sens.
Hier traten neue Guͤnſtlinge an die Stelle der alten. Ein gewiſſer Vermond ward durch Date, einen jungen Menſchen aus der Provence aus dem


