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ihren Liedern beſangen, ihre Wolluſt ſuchte ſich bald neue Helden. Die vielverſprechende Geſtalt des Vicomte de Turenne entſprach nicht ihren Erwartungen.
Er iſt eine leere Wolke, an der nichts ſchoͤn iſt, als der aͤußere Schein, ſagte ſie und warf ſich in die Arme Buſſis d'Amboiſe.
Im Jahre 1577 begab ſie ſich nach den Nie⸗ derlanden, um, wegen ihrer durch zuͤgelloſe Aus⸗ ſchweifung geſchwaͤchten Geſundheit, die Baͤder von Spaa zu gebrauchen. In Namur empfing ſie die Huldigungen des Don Juan von Oeſtreich, der in ihren Armen die Schwuͤre vergaß, die er in Mailand der ſchoͤnen Diana von Falanca ge⸗ ſchworen.
Von dort nach Paris zuruͤckgekehrt, erſann ſie tauſend Mittel, den erſtorbenen Reiz von Neuem zu beleben. Sie ließ Tuͤcher von ſchwarzem Taf⸗ fet in ihr Bett legen, und ihr Schlafzimmer mit hundert Wachskerzen erleuchten. Nachts vor dem Schlafengehen ließ ſie ſich von einer ihrer Kam⸗ merfrauen Boccaccio's ſchluͤpferige Novellen und


