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— Dies eben nicht, aber Du biſt ja nur ein Kammermaͤdchen.
Deniſe ſchwieg.. es koſtete ihr Muͤhe eine Thraͤne zu verbergen, die ſich aus ihrem großen, blauen, ſeelenvollen Auge ſtahl, das der Dichter, der ſie beſungen,»miroir du ciel« genannt.
Zum Gluͤck trat ein Page ein.
— Gnaͤdige Frau, ſprach der kleine Blondkopf, der Doctor Noſtradamus bittet um die Erlaubniß, vorgelaſſen zu werden.
— Er mag eintreten. Geh, Deniſe!
Die ſchoͤne Kammerzofe erhob ſich von ihrem Polſterkiſſen und entfernte ſich. Als ſie im Vor⸗ ſaale war, trocknete ſie mit ihrem Schuͤrzchen die Thraͤnen, die wie blitzende Thauperlen an den langen Wimpern ihrer Augen hingen.
Die Graͤfin richtete die ſeidenen Kopfkiſſen em⸗ por.— Der Page fuͤhrte den Doctor ein und entfernte ſich ſchnell.
— Friede mit Euch, Frau Graͤfin von Cha⸗ teaubriant, ſprach Noſtradamus.


