Teil eines Werkes 
1. Band (1845)
Entstehung
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frage ich, daß Clement Marot, der Sohn eines Kammerdieners, ſo ſchoͤne Verſe dichten kann?— Ich wage es kaum zu geſtehen, daß mir das Ta⸗

lent dieſes Menſchen einen Anflug von Bewun⸗

derung abtrotzt.— Einem Plebejer haͤtte ich nie⸗ mals ſo viel Poeſie zugetraut.— Welch' ein Schatz von Phantaſie, welch' eine Fuͤlle von Gemuͤth! Waͤre er nicht der Sohn eines Kammerdieners, man koͤnnte ihn ſogar liebenswuͤrdig finden..

— Ihr werdet es nicht glauben, meine Gebie⸗ terin, wenn ich Euch ſage, daß Clement Marot die Verſe, die Ihr ſo ſchoͤn gefunden, auf mich gemacht.—

— Auf Dich? wiederholte ſpitz die Grafin

und zuckte die Achſel.

— Ja, auf mich, gnaͤdige Frau!

— Einem Menſchen, dem die Gabe verliehen, ſo hubſche Verſe zu machen, haͤtte ich, nimm es nicht uͤbel, mein Kind, einen beſſern Geſchmack zugetraut..

— Bin ich denn ſo haͤßlich? fragte das arme huͤbſche Kind.

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