Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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nen lieben Herrn Friedel wieder hätte; ohne den wäre ich nicht hier.

Dein Freuen und Wünſchen, mein lieber Richard, ſprach da ſein Vater feierlich,iſt kindlich und gut, aber vergiß nie in deinem künftigen Leben die Hand, die dich aus großen Waſſern gezogen, und das Auge, das über dir gewacht in Noth und Tod, und die Gnade, die dich behütet und geſegnet und beglückt. Sieh, wie herrlich die Frühlingsſonne dort hinter den Bergen untergeht, möge dein Lebensabend ihrem Untergang gleichen! Sie iſt heute nicht müde geworden zu ſegnen und wohlzu⸗ thun, werde du auch nicht müde; bleibe fromm und halte dich recht, damit dein Gedächtniß im Segen bleibe, und einſt dein Enkel unter Gebet und Dank dein Grab

ſchmücke, wie Gertrud heute das Grab deiner guten Großmutter!

28. Siehe, ich will ſie heilen und geſund machen; und will ſie des Gebetes um Friede und Trene gewähren. Jeremias 33, 6.

Vier Wochen nach dieſem ſchönen Abend waren verfloſſen. In Langenfeld war große Unruhe und große Freude zugleich. Daß der Herr Arnold plötzlich zu dem Lorenz des alten Eichmann geworden war, das kam Allen wie ein Wunder vor, und unbegreiflich blieb es den Meiſten, warum der Lorenz Eichmann ſich nicht gleich hei'm rechten Namen genannt und ſeinen armen Verwandten aufgeholfen habe. Aber den armen Ver⸗ wandten war das nicht ſo unbegreiflich; ſie ſegneten die Uebungsſchule, in der ſie geweſen waren, und Gliſabeth rief einmal über das andermal aus:O Lorenz, du