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ehemaliges Gut; ich kniete auf den Gräbern von Mut⸗ ter und Geſchwiſtern, und erbetete mir dort Kraft und Faſſung. Dann reiſte ich, bald hierhin, bald dorthin, von den Geſchäftsfreunden meines Vaters gewieſen, von Staat zu Staat, und glaubte endlich ſicher deine Spur zu haben.„Eilet, Richard,“ ſprach der alte Browen in Louisville,„daß ihr nach Washington kommt, euer Vater iſt vor acht Tagen bei mir geweſen; er weint um euch; ſucht ihn ſchnell auf, daß er die Angſt los wird, bei John Schnappers in der Haſenſtraße werdet ihr ihn finden!“„John Schnappers war bald aufgefun⸗ den, aber der ſagte trocken:„Ich habe euern Vater nicht geſehen, Eichmann; aber gehört habe ich, er ſey nach Carolina gereiſt.“„Ich eilte ſchnell nach Carolina und durchreiſte den ganzen Staat; es hatte Niemand meinen Vater geſehen. So wurde ich ein halbes Jahr lang von einem Staat zum andern gejagt, und endlich traf mich wie ein Donnerſchlag die Nachricht:„Euer Vater iſt nach Europa geſegelt!“„Nach Europa? Ach Gott, jetzt erſt, lieber Vater, glaubte ich dich verloren zu haben. In Amerika glaubt' ich dich finden zu kön⸗ nen, und wenn ich Jahre lang reiſen müſſe, aber Eu⸗ ropa lag nach meinen Begriffen zu fern, um irgend eine Spur verfolgen zu können. Aber ich beſchloß dennoch, dir nachzufolgen; in deiner Heimath, hier in Langenfeld, von dem du uns oft erzählt, hoffte ich dich zu finden; aber von Langenfeld wußte ich nichts, als daß es in Deutſchland liege, aber in welchem Theile, das wußte ich nicht. Als ich betrübt, und doch nicht hoffnungslos, wieder bei Herrn Friedel anlangte, da ſuchte mir der mit allen Gründen eines erfahrenen Mannes von mei⸗ nem Vorhaben abzurathen; er ermahnte mich vielmehr,


