Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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euch bis dahin täuſchte; mein Wille war gut und meine Abſicht iſt ja erreicht, dem Herrn ſey Dank dafür! Heute am Tage ſolltet ihr Alle meinen Namen erfahren! Und du, Gertrud, du treue, gute Seele, ſieh mich nicht ſo ſcheu an, ſondern komm' an meine Bruſt, daß ich dir ſage, wie lieb dich dein Onkel habe; und dann reiche dei⸗ nem Vetter Richard die Hand, und dann laufe hinab, und hole Vater und Mutter, meine liebe Schweſter Eliſa⸗ beth, zu uns herauf, und laſſet uns eſſen und fröhlich ſeyn, denn dieſer, mein Sohn, war todt, und iſt wieder lebendig geworden; er war verloren und iſt gefunden worden.

Aber, wo iſt ienn Herr Friedel, rief überraſcht Richard aus,wo iſt denn mein Begleiter? Habt ihr ihn nicht herzutreten ſehen, als ich meinen Vater wieder⸗ fand? Aber Niemand hatte den Herrn Friedel ge⸗ ſehen. Alle Winkel und Ecken der ganzen Burg wur⸗ den durchſucht; der ganze Wald wurde durchſtöbert, in allen Wirthshäuſern, und auf allen Straßen, in und um Langenfeld, wurde nach ihm geſucht; aber es war Alles vergebens. Darüber war Richard ſehr betrübt, aber er tröſtete ſich ſelbſt und die Andern, indem er ſagte:Ein Unglück iſt dem Herrn Friedel nicht zuge⸗ ſtoßen, ſondern er hat nach ſeiner ſonderbaren Weiſe gethan. Wo die Menſchen froh ſind, da iſt er nicht gerne; mit den Traurigen hat er's am liebſten zu thun. Er ſah wahrſcheinlich, daß ich dich, lieber Vater, wie⸗ der gefunden hatte; da war ſeines Bleibens nicht mehr bei mir. Aber er wird wiederkommen; er will Ver⸗ wandte im Hattſteiniſchen beſuchen; hat er die gefunden, dann kommt er ſicher nach Langenfeld, denn er hat mich lieb, wie ſeinen Sohn, und ich habe ihn, ſeit ich