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einen Wahnſinnigen vor ſich zu ſehen, faßte den Jüng⸗ ling mit feſter Hand an beiden Armen, und ſchritt ſo rücklings auf die Geſellſchaft zu. Da ſprang plötzlich Herr Arnold wie ein Frieberkranker vom Boden auf, und man ſah, wie er mit fürchterlicher Schnelligkeit auf die beiden hineilte, wie er den Jüngling aus der Hand des Alten riß, und mit dem Jüngling in ſeinen Armen un⸗ ter dem lauten Ruf:„Mein Richard! mein Richard!“ ohnmächtig zu Boden ſtürzte. Die ganze Geſellſchaft eilte herbei; alle Hände reichten nach dem Gefallenen hin. Zuerſt ſprang der Jüngling raſch vom Boden auf, und dann wieder zur Erde ſich beugend, bedeckte er ſei⸗ nes Vaters Angeſicht mit Küſſen, während die Thränen in Strömen von ſeinen Wangen fielen.„Vater, Vater,“ rief er,„erwache, erwache, ich bin's ja! Richard iſt wieder da!“ Langſam hob Herr Arnold das Haupt, wirr und ſtarr ſah er ſich um, blickte erſchrocken in des Jünglings Angeſicht, und dann mit einem unausſprech⸗ lich ſeligen Blick zum Himmel:„Herr, du haſt Großes an mir gethan über Bitten und Verſtehen!“„Und du, mein Richard, noch unter den Lebenden?“ rief er dann,„und welcher gute Engel hat dich gerettet, und dich zu mir geführt?“„Vater,“ ſprach Richard,„der Herr, an den du uns glauben gelehret, der hat mich gerettet durch guter Menſchen Hand, und mich behütet in den Tagen meiner Verlaſſenheit, und mich den Va⸗ ter wiederfinden laſſen, ihm ſey Ehr' und Preis von Ewigkeit zu Ewigkeit!“„Amen!“ rief begeiſtert der Herr Arnold;„und nun, Vater, kommt her, und findet auch in mir euern Sohn wieder! Ich bin Lorenz, euer Sohn, und mein Name iſt von heute an nicht mehr Arnold, ſondern Eichmann. Zürnet mir nicht, daß ich


